13,9% Rendite pro Jahr: Die Universität Yale zeigt wie es geht - und das seit 30 Jahren!

. Veröffentlicht in Ratgeber Geld.

Die Yale Stiftung - verantwortlich für die Geldanlage einer der renommiertesten US-Universitäten

Die Yale University, die ihren Sitz in New Haven im US-Bundesstaat Connecticut hat, zählt zu den renommiertesten Universitäten der Welt. Zugleich ist sie die drittälteste Hochschule in den USA und Mitglied der Ivy League, einer Gruppe von acht verschiedenen Eliteuniversitäten mit Sitz im Nordosten der USA. Neben exzellenten Leistungen in Forschung und Lehre ist sie international auch wegen ihrer Stiftung bekannt, die die Existenz der Universität finanziell absichert. Mit mehr als 19 Milliarden US-Dollar war das Stiftungskapital der Yale University im Jahr 2011 das weltweit zweitgrößte Stiftungskapital einer Bildungseinrichtung, das nur von dem der Harvard-Universität übertroffen wurde.

Hier geht es zu den Jahresberichten der Yale Stiftung.

Die jährlichen Renditen der Yale-Stiftung im 10 Jahresvergleich

201620152014201320122011201020092008200720062005
3,4%11,5%20,2%12,5%4,7%21,9%8,9%-24,6%4,5%28%22,9%22,3%

Im Jahr 2015 belief sich der Marktwert des Stiftungsvermögens bereits auf mehr als 25,5 Milliarden US-Dollar. So verwundert es nicht, dass die Universität ihren Lehrenden und Studierenden exzellente Arbeitsbedingungen bieten kann. Insgesamt verfügt sie über mehr als 24 Bibliotheken mit insgesamt über 12,5 Millionen Büchern. Beachtliche 49 Nobelpreisträger haben an der Yale University entweder studiert, geforscht oder gelehrt, und unter ihren Absolventen sind nicht weniger als fünf US-Präsidenten, mehrere ausländische Staatsoberhäupter und 19 Richter am Obersten Gerichtshofs der USA. Bemerkenswert ist jedoch nicht nur das große Volumen des Stiftungskapitals, sondern vor allem der nachhaltige Investmenterfolg der Stiftung. Bei der Geldanlage erzielte sie seit Mitte der 1980er Jahre im Schnitt eine Rendite von 13,9 Prozent pro Jahr. Dabei gab es zwar mitunter auch Jahre, in denen lediglich eine einstellige Zahl vor dem Komma stand, in anderen Jahren wurden dafür aber auch mehr als zwanzig Prozent Rendite erzielt.

Geld anlegen wie die Yale-Stiftung: Was private Anleger davon lernen können

Privatanleger können aufgrund ihres geringeren Anlagekapitals die Anlagestrategie der Yale-Stiftung zwar nicht 1:1 kopieren. Dennoch gibt doch ein Blick auf die Zusammensetzung des Stiftungsvermögens und auf die Anlageentscheidungen der Stiftung aufschlussreiche Hinweise, die sich auch bei der privaten Geldanlage zumindest sinngemäß umsetzen lassen und zu einer signifikanten Verbesserung der Rendite beitragen können, die ein Anleger insgesamt mit seinem Portfolio erzielt. Ob der Anleger nun 10.000 EURO, 20.000 EURO, 50.000 EURO oder gar 100.000 EURO anlegen möchte, spielt keine große Rolle. Wichtig ist bei dieser Strategie, dass man sein Geld breit genug diversifiziert. Interessant ist dabei übrigens, dass auch die Yale-Stiftung erst im Laufe der Zeit zu dem bis heute verfolgten Ansatz bei der Geldanlage gelangt ist, der sich letztlich als so erfolgreich erweisen sollte. Der Kurswechsel setzte Mitte der 1980er Jahre ein. Bis dahin hatte sich auch die Yale-Stiftung beim Geld anlegen von relativ konventionellen Vorstellungen leiten lassen - ebenso wie es viele Privatanleger auch heute noch tun. Das bedeutete vor allem, dass bei der Geldanlage einheimische - in diesem Fall also US-amerikanische - Aktien und Anleihen dominierten, während ausländische Aktien und von der Börsenentwicklung weitgehend unabhängige Sachwertinvestments nur eine geringe Rolle spielten. Gerade in deutschen Depots, egal ob 50.000 EURO oder 100.000 EURO, sieht man immer wieder einen sehr hohen Anteil an deutschen Aktien. Man investiert einfach in das, was man kennt.

Die erfolgreiche Umsetzung der neuen Anlagestrategie spiegelt sich deutlich in der Entwicklung des Marktwertes des Stiftungsvermögens wider. In den 35 Jahren von 1950 bis 1985 war dieses nur geringfügig angestiegen und lag durchweg im niedrigen einstelligen Milliarden-Bereich. Um 1985 wurde dann die Grenze von 2,5 Milliarden US-Dollar überschritten, und die Wachstumsdynamik nahm erheblich zu. Bis zur Verdopplung dieser Summe und zum Überschreiten der 5-Milliarden-Dollar-Grenze dauerte es dann nur noch rund zwölf Jahre. Wenig später, um die Jahrtausendwende, fiel bereits die 10-Milliarden-Dollar-Grenze, und 2005 waren es bereits mehr als 15 Milliarden US-Dollar. Dieser Wert wurde seither nie wieder unterschritten, - auch nicht durch einen gewissen Einbruch infolge der internationalen Finanzkrise von 2008, der inzwischen jedoch längst überkompensiert werden konnte.

Nicht nur am Heimatmarkt Geld anlegen - und breit diversifizieren

Auch viele Privatanleger begehen dieselben Fehler wie die Yale-Stiftung vor dem Wechsel ihrer Anlagestrategie und legen ihr Geld zu überproportionalen Anteilen am Heimatmarkt an. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen empfinden sie diesen Markt als vertrauter und glauben, ihn besser einschätzen zu können. Zum anderen halten sie ihn häufig für sicherer oder aussichtsreicher als "fremde" Märkte. Diese typische Verhaltensweise beim Geld anlegen wird auch als "Home Bias" bezeichnet und kann im Laufe der Jahre dazu führen, dass Anlegern beträchtliche Renditepotenziale entgehen. Denn eine besonders hohe Rendite lässt sich mit einer Konzentration auf den Heimatmarkt auf Dauer nicht erzielen. Und auch die von der Yale-Stiftung bei der Geldanlage erzielten Renditen stiegen erst dann signifikant an, als sich die Anlagestrategie änderte und eine Abkehr von der Orientierung auf heimische Aktien und Rentenpapiere vollzogen wurde. Der Anbieter Wealth Cap bietet für institutionelle und Privatanleger Fonds an, die in ein breit diversifiziertes börsenunabhängiges Portfolio investiert. Als Beimischung zur langfristigen Investitionsstrategie ist der Fonds auf jeden Fall eine Überlegung wert.


alternative-investments

Wealthcap Sachwerte Portfolio 2

Achtung geschlossen! Portfolio 3 folgt in Kürze

  • angestrebte Rendite IRR 6-7% IRR
  • investiert in Immobilien
  • investiert in Infrastruktur
  • investiert in Private Equity
  • investiert in Energie
  • Mindestbeteiligung 5.000 EUR
  • Rückfluss ca. 165 bis 175%
zum Sachwerte Portfolio Fonds

Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor der Yale-Stiftung ist die breite Diversifikation. Gemäß dem Ratschlag des Nobelpreisträgers Harry M. Markowitz, "nicht alle Eier in einen Korb" zu legen und auf der Grundlage der Markowitzschen Portfoliotheorie entschlossen sich die Investmentmanager der Yale-Stiftung, künftig signifikante Anteile des Stiftungsvermögens auch in Assetklassen zu investieren, die bis dahin noch keine große Rolle gespielt hatten, sich jedoch hervorragend zur Diversifikation eigneten. Hierbei sind vor allem auch Formen der Geldanlage wie Immobilien, Wagniskapital, Unternehmensbeteiligungen und natürliche Ressourcen wie etwa Wald zu nennen. Dabei erwies es sich als Vorteil, zum einen auch langfristige Formen der Geldanlage zu wählen und nicht nur börsentäglich handelbare Wertpapiere oder Fondsanteile zu kaufen und zum anderen bewusst auch auf nicht von der Entwicklung an den Börsen abhängige Vermögenswerte wie Immobilien oder Forstgrundstücke zu setzen.

Ende Juni 2015 setzte sich das Stiftungsvermögen der Yale Stiftung wie folgt zusammen:

  • Absolute-Return-Investments (v. a. Hedgefonds mit Absolute-Return-Strategie): 20,5%
  • Inländische Aktien: 3,9%
  • Festverzinsliche Wertpapiere (z. B. Anleihen): 4,9%
  • Ausländische Aktien: 14,7%
  • Leveraged Buyouts (fremdkapitalfinanzierte Unternehmensübernahmen bzw. -Beteiligungen): 16,2%
  • Natürliche Ressourcen: 6,7%
  • Immobilien: 14,0%
  • Wagniskapital: 16,3%
  • Liquidität: 2,8%

Dabei fällt zum einen auf, dass der Anteil der ausländischen Aktien im Vergleich zu den inländischen Aktien mehr als dreimal so groß ist. Zum anderen überwiegen deutlich solche Formen der Geldanlage, mit denen sich auch im aktuellen Niedrigzinsumfeld noch reale Vermögenszuwächse erzielen lassen, und hierbei wiederum entfällt ein signifikanter Anteil auf nicht von der Börsenentwicklung abhängige Anlagen.

Wie können private Anleger in Deutschland nach den Yale-Prinzipien Geld anlegen?

Auch deutsche Anleger können davon profitieren, wenn sie nach ähnlichen Grundsätzen ihr Geld anlegen wie die Yale-Stiftung. Zum einen sollten sie sich bei der Geldanlage nicht nur auf deutsche Aktien oder Bundesanleihen fokussieren, sondern bewusst auch Aktien aus anderen Ländern und Regionen erwerben. Dafür eignen sich beispielsweise Investmentfonds, die entweder weltweit in Aktien investieren oder sich auf bestimmte Regionen und Länder - wie zum Beispiel Asien, Nordamerika oder Emerging Markets - spezialisiert haben. Die Geldanlage in Aktienfonds bietet gegenüber dem Erwerb von Einzelaktien auch den Vorteil, dass die Aktienkomponente im Portfolio des Anlegers von vornherein diversifiziert ist und dass die Entscheidung über den Kauf oder Verkauf einzelner Titel an das Fondsmanagement delegiert wird, dem in der Regel umfangreichere Zeit- und Personalressourcen im Hinblick auf das Research und die laufende Überwachung der Geldanlage zur Verfügung stehen als einem Privatanleger.

Diversifikation nach Assetklassen: nicht nur in Aktien und Anleihen Geld anlegen

Zum Anderen ist es auch von elementarer Bedeutung für eine möglichst hohe Rendite und gleichzeitig möglichst geringe Risiken innerhalb des Gesamtportfolios, bei der Geldanlage zwischen verschiedenen Assetklassen zu diversifizieren. Für Privatanleger bedeutet das vor allem, nicht nur auf Aktien und Anleihen zu setzen. Letztere haben angesichts der niedrigen Verzinsung ohnehin stark an Bedeutung verloren, weil sich mit einer Geldanlage in festverzinslichen Wertpapiere aktuell kaum noch reale Wertzuwächse erzielen lassen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn es sich nicht um Anleihen mit vergleichsweise hohen Risiken handelt. Assetklassen, die in einem ausgewogenen Portfolio ebenfalls vertreten sein sollten, sind insbesondere Immobilien und andere Formen von Sachwertanlagen. Genau hier greift das Sachwerteportfolio von WealthCap. Man bekommt ab 5.000 EURO die Möglichkeit sich an ein freit diversifiziertes Portfolio zu beteiligen. Anleger können bei größeren Vermögen von 20.000 EURO, 50.000 EURO oder 100.000 EURO ein interessantes börsenunabhängiges Portfolio aufbauen.

Wie schaut es mit eigenen Immobilien aus? Viele Anleger besitzen zwar Immobilien, doch sind diese oftmals nicht nach professionellen Anlagegrundsätzen ausgewählt worden oder binden einen überproportional großen Anteil des für die Geldanlage verfügbaren Kapitals. So generiert beispielsweise selbst genutztes Wohneigentum keine Erträge und kann insofern auch nur sehr eingeschränkt als Geldanlage betrachtet werden. Auch eine einzelne vermietete Eigentumswohnung ist nur für diejenigen geeignet, die darüber hinaus noch genug Kapital besitzen, um auch in anderen Assetklassen so viel Geld anlegen zu können, dass sich insgesamt eine ausgewogene Portfoliostruktur ergibt.

Statt Immobilien direkt zu erwerben, sind für viele Anleger indirekte Immobilienanlagen im Rahmen der privaten Geldanlage empfehlenswerter. Sie erlauben es nicht nur, bereits mit relativ geringen Beträgen an der Wertentwicklung und an den Erträgen von Immobilien zu partizipieren, sondern erschließen auch einen Zugang zur Geldanlage in Gewerbeimmobilien wie Shopping Centern, Logistikimmobilien, Hotels oder Bürogebäuden, die für einen Direkterwerb durch private Anleger wegen der hohen Investitionsvolumina meist nicht infrage kommen. Beispiele für die indirekte Geldanlage in Immobilien sind etwa offene Immobilienfonds und alternative Investmentfonds (AIF), die vielen Anlegern noch unter der alten Bezeichnung "Geschlossene Fonds" bekannt sind. Alternative Investmentfonds investieren jedoch nicht nur in Immobilien, sondern auch in andere Assetklassen, die nicht oder allenfalls gering vom Auf und Ab an den Börsen beeinflusst werden. So kann man beispielsweise mit AIF auch in Forstgrundstücken, Flugzeugen oder Private-Equity-Beteiligungen Geld anlegen. Wer bei der Geldanlage nach diesen Grundsätzen verfährt, wird zwar nicht automatisch dieselbe Performance erreichen wie das professionell gemanagte Milliardenvermögen der Yale-Stiftung, kann sich mit seinem eigenen Portfolio aber zumindest deren Renditen annähern.

 

Fazit
Anleger sollte auf eine ausgewogene Diversifikation ihres Vermögen achten und durchaus eine langfristige Strategie für einen Teil des Vermögens in Betracht ziehen. Nur so lassen sich die durchschnittlichen Renditen, die aktuell am Markt erwirtschaftet werden, übertreffen. Kurzfristig Geld investieren, bedeutet entweder immer eine niedrige Rendite oder ein hohes Risiko, da Marktschwankungen nicht ausgeglichen werden können. Auch einen Blick über den eigenen Horizont, zu werfen schadet nicht. Schauen Sie sich gerne ein gut diversifiziertes Portfolio aus Infrastruktur, Immobilien, Private Equity und erneuerbarer Energien an.