Geld anlegen - Rendite von 6% trotz niedriger Zinsen und fallender Börsen?

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Rendite Trotz Niedriger Zinsen

Alternative Investments sind in Zeiten stagnierender Zinsen durchaus aktuell. Sie gehören in jedes professionelle Anleger-Portfolio und stellen jenen Bürgern, die ihr Geld anlegen möchten, eine von schwankenden Börsenkursen unabhängige Rendite in Aussicht, welche jene des Tagesgeldkontos eindeutig übertrifft. Wie können nun Privatpersonen, die ihr Geld anlegen möchten, Rendite erwarten von diesen alternativen Investments profitieren, ohne ein unverhältnismäßiges Risiko einzugehen? In diesem Beitrag erläutern wir die wichtigsten Regeln für das Geld anlegen in alternative Investments und erklären, worauf bei einer Geldanlage in diesem Bereich zu achten ist. 

 

Was sind alternative Investments?

Der Begriff umfasst Finanzprodukte, die nicht den herkömmlichen Formen der Geldanlage, etwa Sparbuch oder Wertpapiere, entsprechen. Zu ihnen zählen auch unregulierte und regulierte Investments, in denen man sein Geld anlegen kann. Die regulierten Arten der Geldanlage, wie regulierte geschlossene Fonds, unterliegen seit Juli 2013 den Richtlinien des Kapitalanlage-Gesetzbuches (KAGB) sowie der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen. Alternative Geldanlage-Formen bzw. Investments  werden im Sinne des KAGB als alternative Investmentfonds (AIF) bezeichnet, dabei wird Jeder geschlossene AIF von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft gemanagt und in der Regel durch eine Treuhandgesellschaft verwahrt. 

Geld anlegen in alternative Anlageformen - ist das lohnend?

Angesichts eines konstant unbefriedigenden Zinsniveaus hält so mancher Anleger, der sein mühsam erspartes Geld anlegen möchte, nach Alternativen zum Sparbuch Ausschau. Denn das Geld anlegen zum Tageszinssatz deckt mit Glück gerade einmal die Inflationsrate ab, von Zinsgewinnen keine Spur. Eine Geldanlage in Aktien ist allerdings stets riskant, vor allem dann, wenn man auf gute Ertragschancen beim Geld anlegen Wert legt. Setzt man hingegen auf sichere Titel, wie etwa staatliche Anleihen, ergibt sich erneut das Problem geringer Erträge. Dem gegenüber ist eine Geldanlage in alternative Investments kaum volatil (d.h. schwankungsarm), sodass - entsprechende Kontinuität vorausgesetzt - in der Regel eine ansprechende Rendite erwirtschaftet werden kann.

Eine Geldanlage in alternative Investments oder geschlossene Fonds weist meist folgende Merkmale auf:

  • Renditepotenzial liegt je nach Fonds zwischen 4 und 10 Prozent
  • relativ hoher Kapitalbedarf durch Mindestbeteiligungssummen
  • geringe Fungibilität (Möglichkeit einer kurzfristigen Veräußerung)
  • komplexe Struktur
  • unternehmerisches Risiko
  • Geschäfte werden durch Fondsleitung gemanagt
  • seit 2013 reguliertes Investment - unterliegt dem Kapitalanlage-Gesetzbuch

alternative-investments

Wealthcap Sachwerte Portfolio 2

Immobilien, Infrastruktur, Private Equity und Energie Fonds

  • angestrebte Rendite IRR 6-7% IRR
  • Börsenunabhängige Investments (Immobilien, Energie)
  • investiert in über 100 Einzelinvestments
  • Mindestbeteiligung ab 5.000 EUR
  • Rückfluss ca. 165 bis 175%
zum Sachwerte Portfolio Fonds

Was ist zu beachten, wenn man in alternative Anlageformen Geld anlegen möchte ?

Aktuell unterscheiden sich alternative Investments in risikogemischte und nicht risikogemischte Fonds.

  • risikogemischte Fonds
    Fonds mit einem Risiko-Mix bestehen aus mindestens drei Anlageobjekten ohne Mindestanlagesumme.
  • nicht risikogemischte Fonds
    Diese beinhalten weniger als drei Investitionsobjekte mit einem Mindestkapitaleinsatz von je 20.000 Euro

Um die Sicherheit seiner Invitation zu erhöhen, muss der Anleger zwingend einige Punkte beim Kauf alternativer Investments beachten.

  • Eine tolle Story und ein hübsches Prospekt reicht nicht aus.
  • Wählen Sie erfahrene Initiatoren, die auf ein mindestens 10 oder 15 jährige Firmengeschichte zurückblicken können. 
  • Eine Leistungsbilanz oder ein Performancebericht sollte über die aktuelle Entwicklung bestehender Fonds informieren.
  • Achten Sie auf die Summe des eingesammeltes Kapitals des Initiators im Vorjahr. Ist dieses zu gering besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich an den aktuellen Fonds nicht genügend Anleger beteiligen werden.  

Was sind geschlossene Fonds, wie entstehen sie und sind sie für die Geldanlage geeignet?

Der geschlossene Fonds (englisch Closed-End Fund (CEF) zählt zu den alternativen Investmentformen, er repräsentiert eine Kapitalsammelstelle, welche nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums zur Geldanlage genutzt werden kann, nach Ablauf der Platzierungsfrist wird der Fonds geschlossen. Ein geschlossener Fonds entsteht stets durch die Gründung einer GmbH. & Co. KG, vorher muss von den Betreibern allerdings ein schlüssiges Konzept (Business Plan) vorgelegt werden, welches die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens belegt sowie Auskunft über dessen Ertragschancen gibt. Ist die Errichtungsphase abgeschlossen, d.h. die GmbH. & Co. KG gegründet und der Business Plan erstellt, folgt die Investitionsphase, innerhalb welcher der Fonds zu Zwecken der Geldanlage zur Verfügung steht. Danach müssen Verkaufsprospekt sowie sämtliche Unterlagen zur Prüfung bei der Finanzaufsichtsbehörde eingereicht werden. Nach erfolgter Freigabe beginnen Kreditinstitute und Finanzdienstleister mit der Vermittlung von Anteilen an der GmbH & Co. KG. 

Alternative Investmentfonds sind z.B. Flugzeugfonds, Solarfonds, Immobilienfonds, Private Equity, Waldfonds etc.

Geschlossene Fonds sind etwas für Anleger, welche bereits Erfahrung beim Geld anlegen gemacht haben, das Risiko einschätzen können und über entsprechende finanzielle Mittel verfügen. Denn die Mindestbeteiligungssummen bei alternativen Investments stellen einen nicht zu unterschätzenden finanziellen Ausschließungsgrund dar. Kreditinstitute, Anlageberater und Vermittler sind jedenfalls gesetzlich verpflichtet, die Eignung des Anlegers für eine Geldanlage in alternative Investmentgeschäfte zu überprüfen und das Ergebnis schriftlich zu dokumentieren. Für den Erwerb von Anteilen eines geschlossenen Fonds ist der Nachweis einer dokumentierten positiven Einschätzung des Anlegers zwingend erforderlich.