Die besten alternativen Investments auf einen Blick!

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  • Wie kann man in Alternative Investments und geschlossene Fonds sein Geld anlegen

    Die alternativen Investments gehören in jedes Portfolio professioneller und institutioneller Anleger. Sie versprechen eine von der Börse unabhängige Rendite und eine kalkulierbare Performance im oberen ein- oder zweistelligen Renditebereich. Die Universität Yale besitzt mit ihrem Stiftungsvermögen von 23,9 Rd. USD (2014) eine der größten Vermögensverwaltungen der Welt. Mit 58,8% des Gesamtvermögens nehmen die alternativen Investments einen großen Stellenwert des Stiftungsvermögens ein. Die Vermögensverwalter schafften es, im Jahr 2014 eine Rendite von 20,2% zu erwirtschaften. Im Vergleichszeitraum erreichte der DAX einen Wertzuwachs von lediglich 7,6%. Wie können nun private Anleger von diesen alternativen Investments profitieren, ohne ein zu großes Risiko einzugehen? Was ist wichtig und worauf muss man unbedingt bei der Auswahl achten?

    Nach aktueller Gesetzeslage unterscheiden sich Alternative Investments (geschlossene Fonds) in risikogemischte und nicht risikogemischte Fonds.

    Alternative Investments als riskogemischte Fonds:

    Mindestens drei Investitionsobjekte (keine Mindestanlagesumme)

    Alternative Investments als nicht risikogemischte Fonds:

    weniger als drei Investitionsobjekte (Mindestanlage 20.000 EURO)


    Alternative Investments oder der geschlossene Fonds

    Alternative Investments nennt man Anlageprodukte, die nicht den herkömmlichen Geldanlagen wie z.B. Sparkonten, Aktien oder Rentenpapieren entsprechen. Zu den alternativen Investments gehören wenige unregulierte und viele regulierte Investments, in denen man sein Geld anlegen kann. Die regulierten Geldanlagen und Investitionen unterliegen seit dem 22. Juli 2013 den Richtlinien des Kapitalanlage Gesetzbuches (KAGB) und der Aufsicht des Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Seitdem sind nun auch die früher unregulierten geschlossenen Fonds, die zu den alternativen Investments zählen, reguliert.

    Alternative Investments werden in dem Sinne des KAGB als alternative Investmentfonds (AIF) bezeichnet. Jeder geschlossene Publikums-AIF wird von einer AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltet (mehr dazu im Abschnitt: gesetzliche Grundlagen) und separat verwahrt. Diese Verwahrung übernimmt bei geschlossenen Fonds i.d.R eine Treuhandgesellschaft.

    In diesem Artikel führen wir die wichtigsten Merkmale und Eigenheiten der alternativen Investments und geschlossenen Fonds auf und gehen insbesondere auf die verschiedenen Arten und Merkmale ein. 

    Folgende Merkmale weisen alternative Investments und geschlossene Fonds i.d.R. auf:

    • hohes Renditepotenzial
    • aber auch ein großes Verlustrisiko
    • geringe Verfügbarkeit bzw. Fungibilität
    • Unternehmensbeteiligung
    • möglicher Einsatz von Fremdkapital
    • komplexe Struktur
    • Fondsgeschäftsführung leitet Geschäfte
    • reguliertes alternatives Investment - unterliegt dem KAGB

    Alternative Investments - Top 5 geschlossene Immobilienfonds

    AnbieterWealth CapWealth CapJamestownWealth CapHannover Leasing
    Angebots-Nr.Deutschland 37Deutschland 38Jamestown 29Silicon Valley Nordamerika 16Danone, Utrecht Nr. 210
     Top Fonds 
    Ausland
    Top Fonds Deutschland
    Platzierungsstandplatziertca. 96%platziertk.A.ca. 50%
    FondsartImmobilienfonds DeutschlandImmobilienfonds DetuschlandImmobilienfonds USAImmobilienfonds USAImmobilienfonds Niederlande
    StandortMünchenMünchendiversMountain ViewUtrecht
    prog. Fondslaufzeit11 Jahre10 Jahre7 - 12 Jahre10 Jahre13,5 Jahre
    WährungEUROEUROUSDUSDEURO
    Mindestanlage20.000€10.000€30.000 USD30.000 USD10.000€
    Agio5%5%5%5%5%
    Dauer Mietvertrag9 Jahrediversdivers 2024 - 20348 Jahre20 Jahre
    Anzahl Objekte13311
    laufende Auszahlungen5,25%5,00%4,50%5,25%5,25%
    Verkauf der Immobilie113%97%110%116%112,49%
    prognostizierter Rückfluss166%152%155%163%161,93%
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    PlatzierungsendeQ1 201631.12.2015
    SonstigesEinzelmieter KPMG3 Immobilien:
    - Businesscenter ZOB
    - Campus M Business Park
    - Gewerbeimmobilie (BMW, SEMCON)
    - Investitionen bisher:
    2 Shoppingcenter, 1 Büroimmobilie
    - Immobilien werden nach und nach veräußert
    Der Fonds ist nur über die Hypovereinsbank (www.hvb.de) zu erwerben.- Auszahlung 2 mal jährlich
    - bitte Besteuerung Niederlande beachten
    *Emissionsjahr 2014Emissionsjahr 2015Emissionsjahr 2014Emissionsjahr 2014Emissionsjahr 2014
    Bei der Darstellung handelt es sich um unverbindliche Berechnungen. Es gelten nur die Details, in den jeweiligen Verkaufsunterlagen.

    Wer investiert in alternative Investments oder geschlossene Fonds?

    Investoren können durch eine Beteiligung an den alternativen Investments ihr Geld anlegen. Sie erwerben je nach Struktur des Investments Anteile an einer Kapitalgesellschaft oder einer Personengesellschaft. Grundsätzlich unterscheidet man institutionelle Investoren und private Investoren. 

    Institutionelle Investoren zeichnet ein hohe Professionalität in der Art der Geldanlage aus. Da die Investitionssummen i.d.R. größer sind und meist im Millionenbereich Gelder angelegt werden, können sie sich entsprechend gute Berater leisten, die Investitionen prüfen und Empfehlungen abgeben können. Aufgrund der höheren Investitionssummen werden Investitionsobjekte bei alternativen Investments entweder allein oder mit wenigen anderen institutionellen Investoren gekauft.

    Private Investoren legen Geld meist im Bereich einer fünf oder mittleren sechsstelligen Anlagesumme  an. Da mit diesen Beträgen und Investitionssummen schwerlich alleine ganze Investitionsobjekte gekauft werden können, schließen sich private Investoren zusammen und legen ihr Geld gemeinsam in alternativen Investments wie Flugzeugfonds, Immobilienfonds oder PrivateEquityFonds an. An dieser Stelle werden die privaten Investoren von Kapitalanlagegesellschaften und Beratern unterstützt, die explizit alternative Investments für den privaten Geldanlagebereich auf den Markt bringen. Diese Produkte nennt man geschlossene Fonds, die durch die Verwerfungen der Finanzkrise mittlerweile gesetzlich reguliert wurden und so nicht mehr dem grauen Kapitalmarkt zuzuordnen sind.

    Für wen sind alternative Investments oder geschlossene Fonds geeignet?

    Grundsätzlich sind alternative Investments für jeden Anleger geeignet, der bereits Erfahrungen in diesem Segment der Geldanlage gemacht hat oder die Chancen und Risiken für sich einschätzen kann. Zusätzlich schließen die Mindestbeteiligungssummen der alternativen Investments schon die meisten Anleger aus. Denn 10.000 oder 20.000 EURO für eine einzige Beteiligung aufzubringen ist nicht jedermanns Sache und auch nicht zu empfehlen, wenn eine geeignete Diversifikation nicht mehr darstellbar ist. Unter dem Sachverhalt der Risikostreuung bei alternativen Investments, sollte ein Gesamtvermögen von schätzungsweise über 80.000 EURO bis 100.000€ vorhanden sein. Ein Verlust von Kapital sollte auf jeden Fall finanziell verkraftbar sein. Alternative Investments sind unternehmerische Fonds.

    In je mehr Investments man sein Geld anlegen kann, desto besser. Wie sagt man so schön: „Packe niemals alle Eier in einen Korb“. Jeder Anleger sollte sich die Risikohinweise zu jedem geschlossenen Fonds anschauen und für sich entscheiden, ob eine Investition in einen geschlossenen Immobilienfonds, Flugzeugfonds oder in ein Container Investment Sinn macht und die Risiken und Chancen für sich abwägen.

    Alle Vermittler, Berater und Kreditinstitute müssen den Anleger auf seine Eignung für ein alternatives Investment einschätzen und dieses auch dokumentieren. Ohne diese Dokumentation kann kein Anleger irgendeinen Fonds in Deutschland erwerben.

  • [toggle state="closed" title="Der geschlossene Immobilienfonds"]

    Was sind geschlossene Immobilienfonds?

    Geschlossene Immobilienfonds sind Fonds, die i.d.R. in eine oder wenige Immobilien investieren. Bei Erreichen der avisierten Anlagesumme schließt der Fonds für weitere Anleger. Die Immobilien werden meistens mit einem zusätzlichen Darlehen gekauft, dass die Fondsgesellschaft aufnimmt. Die unternehmerische Prägung des geschlossenen Fonds ist klar zu erkennen. So gibt es eine Fondsgeschäftsführung und auch eine Verwaltung, die sich um die Immobilie kümmert. Zu ihrer Aufgabe gehört, die Gespräche mit der finanzierenden Bank oder mit den Mietern zu führen. 

    Wie investiert man in Immobilien als alternatives Investment?

    Mit seiner Investition erhält man Anteile an der Gesellschaft. Die meisten geschlossenen Immobilienfonds werden in Form der KG aufgelegt, so dass man mit seiner Einlage Kommanditist wird. Die Stimmrechte innerhalb der Gesellschaft sind meistens gleichmäßig je nach Höhe der jeweiligen Investition verteilt. 

    In welche Immobilien wird hauptsächlich bei alternativen Investments investiert?

    Grundsätzlich gibt es keine Einschränkungen in der Nutzungsart der Immobilie. Die meisten geschlossenen Immobilienfonds im Bereich der alternativen Investments, investieren in klassische Büroimmobilien. Hier gibt es viele potenzielle Mieter, was die Wahrscheinlichkeit einer Nachvermietung erhöht. Schliesslich leben wir ja aktuell in einer Dienstleistungsgesellschaft und der Büroarbeitsplatz ist weit verbreitet.

    Weitere Immobilien sind Pflegeimmobilien, die auf die zunehmende Alterung der Gesellschaft der entwickelten Länder setzen. Auch Logistikimmobilien sind in einigen Fonds vorhanden. 

    Welche Laufzeit haben geschlossene Immobilienfonds?

    Die Laufzeit von alternativen Investments als geschlossenen Immobilienfonds ist recht unterschiedlich. Alle Fonds haben eine prognostizierte Laufzeit von meisten 10 oder 15 Jahren. Von diesen Werten wir aber sehr oft abgewichen. Ergibt sich eine gute Möglichkeit, eine Immobilie vorzeitig zu veräußern und sprechen die steuerlichen Voraussetzungen auch dafür, kann es durchaus sein, dass die geschlossenen alternativen Investments Fonds, in Abstimmung mit den Anteilseignern, ihre Immobilien schon nach wenigen Jahren veräußern. Natürlich geht es auch in die andere Richtung, je nachdem was die Anleger entscheiden.

    Welche Chancen und Risiken haben geschlossene Immobilienfonds als alternatives Investment?

    Wie bei jeder unternehmerischen Beteiligung, gibt es verschiedene Chancen und Risiken. Grundsätzlich ist ein Verlust seiner Einlage oder der Investition nie ausgeschlossen. Aber dieses Risiko kann durchaus minimiert werden. 

    Wie bereits beschrieben ist das Kreditrisiko in unseren Augen eines der größten Risiken, die ein alternatives Investment oder geschlossener Fonds haben kann. Denn in schlechten Zeiten, kann eine Immobilie an Wert verlieren, z.B. wenn Anschlussmietverträge geringer ausfallen, als ursprünglich geplant. Die Höhe und Dauer des Mietertrages ist für die Bank ein wesentlicher Faktor für den Wert der Immobilie im alternativen Investment.

    Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Eine Büroimmobilie wurde durch den geschlossenen Immobilienfonds „Maximilian 1“ in München für 50 Millionen EURO erworben. Die Anleger haben 25 Mio EURO investiert und ein Darlehn über weitere 25 Mio EURO wurde vom Fonds aufgenommen. Der Mietvertrag läuft 10 Jahre und der Mieter hat eine Verlängerungsoption von 5 Jahren. Von den 4 Mio. EURO jährlichen Mieteinnahmen bleiben 1,25 Mio EURO über, um  jährlich 5% an die Anleger auszuzahlen.


    Ausgangslage - Variante gesunkener Markt

    Die finanzierende Bank kann regelmäßig ein Wertgutachten anfordern, was sie im Jahr 7 auch macht. In diesem Gutachten wird festgestellt, dass die Nachfrage für Immobilien in München gesunken ist und auch die erzielbaren Mieterträge. Wenn die Immobilien heute neu vermietet wird, dann würde der jährliche Mietertrag auf ca. 3 Mio. EURO p.a. sinken. Im Ergebnis bewertet die Bank die Immobilie und mit 40 Mio EURO ein. 

    • Das Eigenkapital der Anleger hat sich minimiert, wenn man jetzt die Immobilie zu 40 Mio. EURO verkaufen würde. Beispielberechnung:  40 Mio EURO - 25 Mio EURO Kredit = 15 Mio EURO Eigenkapital. Aus den 25 Mio EURO der Anleger sind 15 Mio EURO, also 60% der ursprünglich eingehalten Summe geworden. Die Bank könnte auch die Wiederherstellung des 50:50 Verhältnisses fordern. Dann würden die Anleger gefragt werden, ob sie das Eigenkapital wieder auf 25 Mio EURO auffüllen würden. Im schlimmsten Fall würde die Immobilie verkauft werden müssen und der Verlust wäre realisiert. 
    • Wenn zu den aktuellen Mietkonditionen ein neuer Mietvertrag abgeschlossen werden würde, könnten keine Auszahlungen mehr vorgenommen werden. Die Einnahmen würden nur noch für die Betriebs- und Darlehenskonten ausreichen.

    Ausgangslage - Variante gestiegener Markt

    Im Jahr 4 erhöht sich der Wert der Immobilie durch eine erhöhte Nachfrage nach attraktiven Büroimmobilien in München auf 57 Mio EURO. Durch eine Inflationsanpassung hat sich der Mietvertrag ebenfalls um 500.000 EURO p.a. erhöht.

    • Betrachtet man nun das Verhältnis aus Eigenkapital der Anleger zu Fremdkapital der Bank ist alles gut. Das Fremdkapital ist mit 25 Mio EURO gleich geblieben. Das Eigenkapital der Angler hat sich um 7 Mio EURO, also auf 128% erhöht.
    • Die höhere Miete wird genutzt, um die Ausschüttung an die Anleger zu erhöhen. In den ersten Jahren sorgten 1,25 Mio EURO p.a. für 5% Ausschüttung. Nun stehen 500.000 EURO mehr zur Verfügung, so dass der Fonds nun 7% auszahlen kann.
    • Der stabile Mietertrag und die Laufzeit von mindestens noch 7 Jahren sind für einen Investor interessant. Die Immobilie könnte nach 5 Jahren Laufzeit verkauft werden. Die Anleger hätten dann 4 Jahre lang 5%, ein Jahr 7% und zusätzlich den Verkaufserlös von 128% erhalten. Insgesamt könnten die Investoren ein Gesamtmittelrückfluss von 155% in 5 Jahren erhalten. (Steuern, Verkaufsgebühren etc. mal außen vor gelassen)

    Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: Eine Veränderung des Wertes der Immobilie betrifft im alternativen Investment immer den Wert des Eigenkapitals. Ein zusätzliches Darlehen in der Gesellschaft erhöht die Chance auf mehr Ertrag, aber auch das Risiko eines Verlustes. Ein geschlossener Immobilienfonds, der nur mit Eigenkapital finanziert wird, bietet eine höhere Sicherheit, da das Kreditrisiko faktisch nicht vorhanden ist.

    Deutsche Immobilienfonds und ausländische Immobilienfonds

    In Deutschland beteiligt man sich meistens an einer KG, die wiederum eine Immobilie im Inland oder im Ausland erwirbt. Möchte man sein Geld in geschlossenen Immobilienfonds anlegen, dann hat man durch die Investition in verschiedene Immobilienfonds die Möglichkeit, sein Geld zu diversifizieren und die Chance auf Ertrag zu erhöhen und Ausfallrisiken zu mindern. Warum soll man nicht in jeder Metropole in Europa eine Immobilienbeteiligung haben?

    Zusätzlich kann man durch die Investition in ausländische Immobilienfonds, auch das dortige Steuersystem für sich nutzen und so z.B. Freibeträge für sich auszuschöpfen. 

    Wie werden Immobilienfonds steuerlich behandelt?

    Grundsätzlich können Investoren aus Immobilienfonds verschiedene Einkünfte haben. Die am meisten verbreitete ist die Einkunft aus Vermietung und Verpachtung  (V+V). Hier werden klassische Mieterträge erzielt und dem Anteilseigner jedes Jahr gutgeschrieben. Eine weitere Einkunftsart bezieht sich auf den Gewerbebetrieb. Hier versteuert der Fonds den Gewinn jedes Jahr direkt als eigener Gewerbebetrieb. Eine weitere Einkunftsart könnte den Bereich Kapitalertragssteuer betreffen. Hier fällt dann die Abgeltungssteuer an.

     

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    [toggle state="closed" title="Der Private Equity Fonds oder das Private Equity Investment"]

    Was ist ein Private Equity Investment?

    Bei Private Equity im Bereich der alternativen Investments handelt es sich um direkte Unternehmensbeteiligungen. Der Investor gibt hier nicht einfach ein Darlehen an ein Unternehmen aus, sondern wird direkt Anteilseigner am Unternehmen. Im Unterschied zu dem reinen Kauf von Aktien des Unternehmens, handelt es sich bei Private Equity meist um eine strategische Investition mit dem klaren Ziel, dass man seine Anteile an diesem Unternehmen wieder zu einem höherem Preis veräußern kann. Dafür wird das Management des Zielunternehmens in vielen Bereichen wie zB. Strategische Expansion, Marketing, Vertrieb etc. unterstützt. Kurz gesagt, mischt sich der Investor in die Unternehmensführung direkt ein.

    Arten der Investitionen Private Equity

    Ob institutioneller oder Privater Investor. Die meisten investieren durch sogenannte Private Equity Fonds in diesen Markt. Die Fondsgesellschaft sammelt mehrere Millionen oder auch teilweise ein oder zwei Milliarden ein und investiert dann sukzessive in verschiedene Unternehmen. Je Fonds ist man dann an 20 bis 60 Unternehmen beteiligt. Oft wird auch die Konstruktion der Dachfonds gewählt, so dass man sich an 2 bis 5 Dachfonds beteiligt. Man unterscheidet bei dem alternativen Investment Private Equity zwischen Venture Capital und Buy Out Capital. Die angestrebten Renditen bei Venture Capital Investitionen bei ca. 20 % bis 50 % p.a. Bei Buy Out Investitionen wird eine Rendite von ca. 12 % bis 20 % p.a. angestrebt.

    Venture Capital bezeichnet die sehr frühe Phase eines Unternehmens. Es werden meistens noch keine Gewinne gemacht und der strategische Private Equity Unternehmer sieht ein großes Potenzial in dem Zielunternehmen. In dieser Investitionsphase ist viel viel Arbeit zu leisten, um das Wachstum nachhaltig zu beschleunigen. Das Risiko eines Totalausfalls ist enorm hoch. Die Chance auf einen riesigen Gewinn aber auch. Man schätzt, dass nur etwas jede 10. Investition in ein Venture Capital Zielunternehmen ein großer Erfolg für den Investor wird. Aber da mit der Veräußerung der Anteile dann teilweise das 10 bis 30-fache des eingesetzten Kapitals erzielt wird, kann der Verlust der an deren Beteiligungen verkraftet werden. Ziel muss es sein, dass in viele verschiedene Venture Capital Unternehmen investiert wird, so dass die Chancen hoch genug sind, dass sich dieses eine Unternehmen auch im Portfolio befindet.

    Beispiele für erfolgreiche Venture Capital Investitionen:

    Google, Facebook, Twitter, Kickstarter, Indiegogo, Airbnb, Uber

    Bei Buy Out Capital handelt es sich um Investitionen in Unternehmen, die schon mehrere Jahre mehr oder weniger erfolgreich am Markt sind. Teilweise besetzen sie kleine Nischen und sind in diesen Marktführer. Der strategische Private Equity Investor unterstützt das Unternehmen und das Management nun, um z.B. die Marktanteile zu erhöhen oder um eine weltweite Expansion voranzutreiben. Teilweise werden auch schlecht laufende Unternehmen und Unternehmensteile aufgekauft, da man durch das Netzwerk und die Erfahrung des Private Equity Unternehmens irgendwo eine Chance sieht, das Zielunternehmen wieder erfolgreich aufzubauen. Der Ansatz der Investition ist bei jedem Unternehmen anders - aber alle Zielunternehmen im Buy Out Markt sind bereits etabliert.

    Beispiele für erfolgreiche Buy Out Investitionen:

    ProSiebenSat1 Media AG, Nordsee, Kamps AG, Tommy Hilfiger, Rodenstock

    Wie ist die Laufzeit von Private Equity Fonds?

    Private Equity Fonds haben eine Laufzeit von ca. 8 bis 10 Jahren. Zusätzlich gibt es Verlängerungsoptionen, damit das Management auf Marktchancen reagieren kann und am Ende nicht zu jedem Preis, die Unternehmen verkaufen muss. Die Erträge für dieses alternative Investment entstehen aus den Veräußerungen der Anteile der jeweiligen Zielunternehmen. Am Anfang wird 1 bis 3 Jahre lang in verschiedene Unternehmen investiert. Ab dem 4. bis 5. Jahre werden die ersten Unternehmensbeteiligungen wieder teilweise oder ganz verkauft. So fließt Liquidität an den Private Equity Fonds, die dann an die Anleger wieder ausgeschüttet werden kann. 

    Welche Chancen und Risiken haben Private Equity Fonds?

    Wie bei jedem alternativen Investment gibt es auch bei Private Equity Fonds ein hohes Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Dieses Risiko sinkt aber mit jeder weiteren Investition des Private Equity Fonds in ein neues Zielunternehmen. Ab 20 bis 30 verschiedenen Unternehmen ist es sehr unwahrscheinlich, dass alle Zielunternehmen ein Totalverlust werden. Genau kann diese Grenze nicht gezogen werden, aber ein großer Private Equity Fonds kommt ungefähr auf diese Zahl an Unternehmen. Wählt man zusätzlich als privater Investor das Dachfondskonzept, investiert also in 2 bis 5 verschwende Fonds, dann hat man seine Beteiligung schon auf ca. 100 Unternehmen oder mehr erweitert. Der Dachfonds ist zwar teuer in den Gebühren, aber er reduziert erheblich das Verlustrisiko für den privaten oder institutionellen Investor.

    Ein paar Zahlen können diese Relation verdeutlichen: Bei einer Direktbeteiligung an ein Private Equity finanziertes Unternehmen, besteht die Wahrscheinlichkeit einer negativen Rendite bei 42%. Investiert man direkt in einen Zielfonds, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit auf ca. 30%. Nutzt man als Anleger einen Dachfonds, der in verschiedene Private Equity Zielfonds investiert, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit einer negativen Rendite auf 1%. (Quelle: Weidig, Mathonet, Jan 2004)

    Wie werden Private Equity Fonds steuerlich behandelt?

    Mittlerweile sind die Erträge aus den Private Equity Fonds für den privaten Investor i.d.R. Kapitaleinkünfte, da der geschlossene Private Equity Fonds nicht direkt in ein Zielunternehmen investiert sondern in große Private Equity Fonds. Hier findet also eine klare Vermögensverwaltung statt ohne direkten Einfluss auf die Zielunternehmen zu haben.

     

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    [toggle state="closed" title="Der geschlossene Flugzeugfonds"]

    Was sind Flugzeugfonds?

    Flugzeugfonds sind im Bereich der Alternativen Investments geschlossene Fonds, die ein oder mehrere Flugzeuge als Investitionsziel haben. Im jeweiligen Prospekt des geschlossenen Fonds wird das Anlageziel genau erläutert. Meistens wird der Fonds als KG geführt und nachdem das Geld von den Anlegern eingesammelt wurde, das Flugzeug gekauft. Die Flugzeuge werden im Rahmen eines Leasing an die Airlines vermietet. Der geschlossene Fonds und damit die Anleger erhalten Mieteinnahmen aus „Vermietung und Verpachtung“ und später bei Veräußerung, Veräußerungsgewinne.

    wie lang ist die Laufzeit von Flugzeugfonds?

    Flugzeugfonds werden heute nur von einer handvoll Anbietern aufgelegt. Der Markt ist hier sehr überschaubar. Wer sein Geld hier anlegt, muss mit einer Laufzeit von 10 bis 15 Jahren rechnen. I.d.R. werden den Airlines Kaufoptionen in die Leasingverträge eingebaut, so dass sie die gemieteten Flugzeuge frühzeitig erwerben können. Die Mietverträge sind oft für 10 Jahre geschlossen.

    Welche Chance und Risiken haben Flugzeugfonds?

    Das größte Risiko eines Flugzeugfonds besteht tatsächlich bei einem Ausfall des Leasingnehmers, der Airline. Diese zahlt die monatlichen Mieten an die Fondsgesellschaft, die wiederum an die finanzierende Bank die Zinsen und die Tilgung des Darlehens zahlt. Flugzeuge werden nicht vollständig aus den Anlegergeldern bezahlt, sondern es wird fast immer ein Kredit vom geschlossenen Fonds aufgenommen.

    Wie kann man die laufenden Einnahmen sichern und das Risiko reduzieren?

    Um das Risiko für den Anleger zu verringern, muss der Anbieter des geschlossenen Fonds unbedingt zusätzlich Optionen mit der Airline, dem Leasingnehmer vereinbaren. Z.B. Optionen, dass bei Nicht-Verlängerung des Mietvertrages nach 10 Jahren Strafzahlungen an die Fondsgesellschaft geleistet werden müssen oder dass die Airline einen Nachmieter zu bestimmten Mietkonditionen suchen muss. Das alles reduziert das Risiko, bis das Flugzeug schlussendlich nach ca. 15 Jahren vollständig bezahlt ist.

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    [toggle state="closed" title="Container Fonds"]

    Was sind Container Investments als geschlossener Fonds?

    Die Investition in Container wird seit den 70er Jahren angeboten. Das älteste Unternehmen in diesem Bereich ist P&R, das Container als Direktinvestments anbietet. Mittlerweile hat sich die Anbieterseite erweitert. So kann man auch bei Solvium, Magellan, CH2 und BUSS Container kaufen. Seit den 2000er Jahren kamen die ersten Containerfonds auf den Markt. Heute gibt es nur einen Anbieter, der Container Fonds zum investieren anbietet und das entsprechende Know How besitzt - BUSS Capital.

    Ohne Container sähe unsere Welt heute anders aus. Der Transport der Güter und Waren in den standardisierten Kisten hat die enorme Entwicklung der Weltwirtschaft stark beeinflusst. Der Container ist für für den schnellen Transport, die relativ niedrigen Transportkosten und den reibungslosen Umschlag der Waren verantwortlich.

    Wie lange ist die Laufzeit von Containerfonds?

    Container und Container Fonds sind unter den Geldanlagen im Bereich der alternativen Investments die Kurzläufer. Container Investments, bei denen man die Container direkt erwirbt, ohne dass man über einen geschlossenen Fonds sein Geld anlegt, haben eine Laufzeit von 2, 3, 4 oder 5 Jahren. Für das Ende der Laufzeit gibt der Anbieter dem Anleger entweder eine Rückkaufgarantie oder ein Rücknahmeangebot für den Container. Die Verzinsung liegt bei ca. 2% bis 5% und ist abhängig von der Währung und der Laufzeit. Da das Containergeschäft weltweit meist in US Dollar abgewickelt wird, sind hier die höheren Renditen erzielbar. Kauft der Anleger seinen Container in USD, muss der Anbieter keine teuren Kurssicherungen abschliessen. Der Investor bekommt dann seine Ausschüttungen und auch den Rücknahmepreis in USD ausgezahlt. Ob dann am Ende ein Gewinn erzielt wurde, hängt dann natürlich von der Entwicklung des EUR / USD ab. 

    Welche Chancen und Risiken haben Containerfonds?

    Auch hier besteht ein großes Risiko für den Anleger durch den Initiator, den die Container als Geldanlage anbietet. Der Markt ist recht klein und damit nicht so transparent wie z.B. der Aktienmarkt. Der Käufer bezahlt einen Preis für den Erwerb des Containers, bekommt feste Mietzahlungen und erhält i.d.R. einen Rückkaufsanspruch seitens des Initiators. Fällt der Initiator aus wirtschaftlichen Gründen aus, dann wird es schwierig für den Investor sein angelegtes Geld zurückzubekommen, denn …

    1. Wo ist der Container und wie wird er neu vermietet, wenn der Initiator es nicht mehr macht
    2. Wer zahlt den Rückkaufpreis des Containers, wenn der Initiator nicht mehr kann?
    3. Was, wenn der Container am Anfang zu teuer war? Welcher andere Marktteilnehmer wird dann den überhöhten Preis an den Investor zahlen? 

    Wie lassen sich diese Risiken minimieren?

    Zu allererst muss man versuchen, einen günstigen und marktgerechten Kaufpreis für den Container zu zahlen. Ein kurzes Beispiel:

    • Anbieter A bietet einen 40-Fuß Container zu 7.000 USD an. Die jährlichen Mietzahlungen betragen jährlich 12% und am Ende gibt es vom Anbieter 80% des Kaufpreises zurück. Der Investor bekommt insgesamt auf 112% in 3 Jahren.
    • Anbieter B bietet den gleichen 40-Fuß Container für 4.000 USD an. Die jährlichen Mietzahlungen betragen ebenfalls 12% und am Ende, nach 3 Jahren bekommt der Anleger 80% seines ursprünglichen Kaufpreisen wieder. Auch hier bekommt der Investor insgesamt 112% in den 3 Jahren zurück. 

    Wo liegt der Unterschied, wenn in beiden Angeboten die gleiche Rendite erzielt wird?
    Solange beide Anbieter ihren Rücknahmeverpflichtungen nachkommen, gibt es für die Anleger keine Unterschiede. Was aber, wenn beide Anbieter Konkurs gehen? Es handelt sich um den gleichen Container. 

    steuerliche Behandlung von Container Direktinvestments und Container Fonds?

    Hier gibt es zwei Arten der Besteuerung, je nach Gestaltung. Container mit garantiertem Rückgaberecht und Containerfonds unterliegen der Abgeltungssteuer in Höhe von 25% zzgl. Solidaritätszuschlag. Da die Rückkaufpreise bei Direktcontainern schon bei Kauf feststehen, handelt es sich aus Sicht des Finanzamtes um ein Finanzierungsgeschäft mit Zinseinnahmen.

    Container mit einem Rücknahme Angebot des Initiators unterliegen dem jeweiligen individuellen Steuersatz des Investors. Dafür kann der Container über die Laufzeit von 10 Jahren mit 10% abgeschrieben werden. D.h. dass über diesem Zeitraum jährliche Auszahlungen bis zu 10% steuerfrei vereinnahmt werden können, aber der Verkauf ebenfalls zum Teil mit dem vollen persönlichen Steuersatz versteuert werden muss. Anbieter mit diesem Modell sind unter anderem P&R Container und Magellan. Rechnet man auf Basis der Höchststeuersatzes von 45% zzgl. Soli, dann bleibt vom Ertrag nicht viel übrig. Vor Steuer sind die Renditen mit ca. 5% p.a. nett, aber nach Steuer bleiben mit Glück nur knapp 2% übrig. 

    Z.B. bietet der Anbieter Magellan seinen potenziellen Investoren eine Beispiel-Berechnung für das Containerinvestment mit einem maximalen Steuersatz von 30% an. Die Rendite liegt noch bei über 4% p.a. Würde man den Höchststeuersatz berechnen, dann sähe die Rechnung ganz ganz anders aus. Leider müssen das die Investoren für sich selbst herausfinden. Und wie viele diese Berechnung wirklich für sich machen, sei mal dahin gestellt. 

    Zusammenfassend und zur Orientierung ist zu sagen, hat ein Investor einen hohen persönlichen Steuersatz, sollte er eher Container mit garantierten Rücknahmeangeboten bevorzugen, denn er zahlt ja nur die Abgeltungssteuer von 25% und hat somit eine niedrigere Steuerbelastung.

     

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  • Die Anbieter geschlossener Fonds und alternativer Investments

    Die gesetzliche Reglementierung, die seit Juli 2013 greift, hat dazu geführt, dass die Anforderungen an die Emissionshäuser, die geschlossene Fonds auflegen, stark gestiegen sind. Viele Marktteilnehmer sind seit der Finanzkrise verschwunden, so dass einige wenige seriöse Anbieter mit reichlicher Erfahrung den größten Teil des Marktes dominieren. Die aufgeführten Anbieter stellen nur eine kleine Auswahl dar. Kleinere Anbieter von geschlossenen Fonds werden hier nicht weiter erwähnt, da entweder die langjährige Expertise fehlt oder  die Unternehmen nur wenig Geld von Anlegern in alternativen Investments verwalten.

    BUSS Capital

    Buss Capital gehört zur 1920 gegründeten Hamburger Buss-Gruppe. Als Anbieter von Sachwertinvestitionen konzentriert sich die Buss-Capital-Gruppe auf die Bereiche Container, Immobilien und Schiffe. Im Segment der geschlossenen Containerfonds ist Buss Capital deutscher Marktführer. 15 ContainerFonds wurden für die Anleger positiv aufgelöst. Allein 2014 legten Anleger 68 Millionen EURO bei BUSS Capital an. 19,5 Mio EURO wurden an die Investoren ausgezahlt. BUSS bietet bisher als einzige Gesellschaft Spezialcontainer als Investition an und zeigt damit die ausgezeichnete Expertise der BUSS GROUP (Leistungsbilanz Stand 31.12.2014).

    • 56 Publikumsfonds und Direktinvestments platziert
    • Investitionsvolumen 1,3 Mrd. EURO
    • 17 Fonds mit 1,7 Mrd. EURO wieder aufgelöst

    Aquila Capital

    Aquila Capital wurde 2001 gegründet und hat sich auf alternative Investments spezialisiert. Alle Investitionen werden von einem erfahrenen Team betreut. Mit Angeboten von geschlossenen Fonds in den Bereichen Wasser- und Windkraftwerke, Farmland und Waldinvestments hebt sich Aquila Capital von den klassischen Investitionen Immobilie und Flugzeug ein wenig ab. Ebenfalls bietet der Initiator Investitionen in Private Equity Investments an.

    Mit über 200 Mitarbeitern an acht Standorten weltweit, verwaltet Aquila Capital aktuell ein Vermögen von ca. 8 Mrd. EURO (Stand: Juni 2015) 

    Hannover Leasing

    Hannover Leasing ist einer der größten Anbieter für alternative Investments und geschlossene Fonds in Deutschland. Das Unternehmen gehört zur Konzerngruppe der Landesbank Hessen-Thüringen und weist eine über 30 jährige Erfahrung auf. Schwerpunktmäßig legt Hannover Leasing Fonds in den Bereichen Immobilien Inland und Ausland und Flugzeuge auf. Der Fokus liegt auf institutionelle und private Investoren. Das gesamt verwaltete Vermögen beläuft sich auf ca. 14,4 Mrd. EURO (Stand Oktober 2015)

    Dr. Peters

    Die Dr. Peters Gruppe hat sich seit 1975 auf dem deutschen Markt für geschlossene Fonds etabliert. Das Anlagespektrum liegt fokussiert auf den Bereich Schiffsbeteiligungen, Flugzeugfonds und Immobilienfonds im In- und Ausland. Mit ca. 98.000 Anlegern konnte die Dr. Peters Gruppe 143 geschlossene Fonds auflegen. Das Gesamtvolumen der Investitionen liegt bei ca. 7,2 Mrd. EURO (Stand. Oktober 2015).

    Jamestown

    Der hoch spezialisierte Anbieter für US Immobilien Jamestown, ist seit über 30 Jahren auf diesem Markt tätig. Über 200 Mitarbeiter arbeiten in Deutschland und den USA für Jamestown. Die hohe Expertise des Anbieters zeigt sich durch fast 70.000 Privatanleger, die sich an Jamestownfonds beteiligt haben. Anleger erhielten mit den aufgelösten Fonds eine Rendite von durchschnittlich 19,4% p.a. auf ihr Eigenkapital (Bandbreite: 8,5% bis 34,5% p.a.)Insgesamt verwaltet Jamestown aktuelle ein Vermögen von 9,4 Mrd. USD (Stand September 2015).

  • Welche Chancen und Risiken haben alternative Investments und geschlossene Fonds?

    Illiquidität der Geldanlage

    Alternative Investments sind Geldanlagen, die nicht ohne Weiteres zu veräußern sind, da sie meistens in der Struktur einer Gesellschaft mit vielen anderen Anlegern konzipiert wurden. Ein einzelner Anleger kann seine Beteiligung am geschlossenen Fonds schwer abstoßen, da es keinen regulierten und stark nachgefragten Zweitmarkt, wie z.B. bei Aktien gibt. Der Investor ist immer darauf angewiesen, einen Käufer zu finden. Gleichzeitig ist es aus Fondssicht nachvollziehbar, dass wenn im Fonds z.B. eine einzige Büroimmobilie gehalten wird, unmöglich ein Teil dieser Immobilie verkauft werden kann, um einige wenige Anleger auszuzahlen. Das ist i.d.R. erst möglich, wenn das gesamte Investitionsgut veräußert wurde und der Fonds aufgelöst wird. Investoren, die Geld anlegen wollen, müssen sich also über die Laufzeit und Dauer der Geldanlage bewußt sein. Die Laufzeit ist im Prospekt nur kalkuliert und kann länger oder kürzer sein.

    Ausnahme: Einige Anbieter statten ihre Fonds mit Sonder-Rückgaberechten aus. Diese Rückgaberechte ermöglichen es den Investoren, von Zeit zu Zeit ihre Anteile an den Fonds oder den Initiator zurückzugeben. Für die Investoren ist es gut zu wissen, dass sie mit dieser Option ihren Anteil zurückgeben können, wenn sie wollen. Aber es gilt zu bedenken, dass nur wenige Geldanleger gleichzeitig diese Option ausüben können.

    Management-Abhängigkeit 

    Das Fondsmanagement ist für den Erfolg des geschlossenen Fonds mit ausschlaggebend. Zum Management gehören die Geschäftsführer der Fondsgesellschaft, Investmentmanager und auch die Fondsinitiatoren, die geschlossene Fonds auflegen und zum Vertrieb anbieten.

    Die Expertise des Fondsmanagements muss gut und hoch professionell sein. Der Erfahrungsschatz eines Fondsmanagers sollte viele Jahre umfassen und auch das Team sollte viele Spezialfähigkeiten aufweisen. Sind diese Dinge gegeben, dann kann ein Anleger sich im Grunde darauf verlassen, dass der geschlossene Fonds wohl nicht durch schlechtes Management scheitert.

    Das erfahrene Management kann den Fonds zu großem Erfolg führen. Nutzt das Management alle seine Möglichkeiten und schafft es die Immobilien, Flugzeuge oder Unternehmen günstig einzukaufen und zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen, dann kann der im Prospekt avisierte Ertrag sogar gesteigert werden.

    Markt- und Konjunkturschwankungen

    Mit Marktschwankungen meint man im allgemeinen die Änderung von Angebot und Nachfrage und der jeweiligen Konjunktur. Läuft der Markt gut, heißt das, dass eine große Nachfrage nach den Investitionsobjekten besteht. Dann wird es auch der Geldanlage i.d.R. gut gehen und die Investitionen sollten Ertrag erwirtschaften. 

    Schwieriger wird es, wenn sich die Aussichten wirtschaftlicher Natur verschlechtern. Erhöht sich in einer Stadt oder einer Region der Leerstand bei vermieteten Immobilien, dann wird es schwer einen Nachmieter für seine eigene Immobilie zu finden. Hier kommt es dann sehr auf die Erfahrung des Managements und ein wenig Glück an, dass Mietverträge z.B. frühzeitig verlängert werden. 

    Schwierig wird es, wenn der Markt sich sehr stark verschiebt und mit Können und Glück des Managements nichts mehr zu machen ist. Da die Immobilie im geschlossenen Fonds ihren finanziellen Pflichten nachkommen muss, besteht hier ein großes Risiko, dass der Fonds insolvent geht. 

    Wie immer kann der Markt auch ins Positive drehen. Wenn die Nachfrage nach z.B. Büro-Immobilien in dem Stadtteil, indem die eigene Büroimmobilie des alternativen Investments steht, stark ansteigt, können die Anleger sehr von dieser Entwicklung durch steigende Mieten oder steigende Verkaufspreise profitieren. Bei einem guten Angebot eines Käufers könnte das Fondsmanagement den Anlegern einen Verkauf auch vor geplantem Laufzeitende vorschlagen.

    Unternehmensrisiko

    Das Unternehmensrisiko der Geldanlage in einen geschlossenen Fonds ist nicht zu unterschätzen. Mit allen Chancen und Risiken, die Unternehmen in der jeweiligen Konjunktur zu tun haben, ist die positive Entwicklung des Investments genau davon abhängig. Der geschlossene Fonds wird heute meistens in einer Personengesellschaft geführt - der sogenannten Kommanditgesellschaft (KG). Dabei gibt es eine Hauptgesellschaft, die die Geschäfte führt - meistens eine GmbH. Diese wird Kompliment genannt. Die Anteilseigner, die ihr Geld anlegen und sich an dem Geschäftszweck, z.B. dem Kauf einer Immobilie oder eines Flugzeuges, beteiligen wollen, werden sogenannte Kommanditisten. Wie hoch ihr Anteil an der jeweiligen Gesellschaft ist, wird im Gesellschaftsvertrag verfasst. I.d.R. sind die jeweiligen Anteile immer prozentual vom Gesamtbetrag aller Einlagen aller Kommanditisten aufgeschlüsselt. Aber Achtung: unlautere Anbieter können hier im Kleingedruckten schummeln und Anteile anders verteilen. Hier kommt es auf die Seriosität der Anbieter an.

    Tipp: Anleger können die Seriösität eines Unternehmen unter anderem daran erkennen, wie lange es schon am Markt tätig ist. Je länger desto besser. Unseriöse Praktiken des Unternehmens wären bereits früher oder später aufgefallen. 

    Kreditrisiken

    Viele Fonds kaufen die Investitionsgüter mit der Einlage der Anleger und mit einem zusätzlichen Kredit. Bei Immobilien und Flugzeugen innerhalb ist das normale Praxis. Genau wie bei einem Hauskauf, wird auch hier ein Kredit aufgenommen.

    Aber Achtung - verändert sich der Wert der Immobilien und sinkt z.B. durch eine geringe Nachfrage oder Leerstand, dann verändert sich das Verhältnis von Kredit zum Wert des Anlageobjektes. Banken finden das nicht witzig und können je nach Vertrag auf bestimmte Maßnahmen, wie Ausschüttungsverbot, Reduzierung der Ausschüttung, Neustrukturierung der Finanzierung oder sogar einem Verkauf der Anlage bestehen. 

    Achtung: Wenn der Wert des Anlageobjektes sich reduziert, dann reduziert sich noch lange nicht der Kredit. Die Zahlungen an die Bank müssen geleistet werden.

    Währungsrisiken oder Wechselkursrisiken alternativer Investments

    Grundsätzlich besteht die Möglichkeit sein Geld über geschlossene Fonds überall in der Welt anzulegen. Ob die Immobilien nun in Deutschland, den USA oder Australien stehen ist in erster Linie egal. Die Fondsgeschäftsführung muss die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen abklären, um zu schauen, ob die Investition für den deutschen Anleger interessant ist. 

    Findet der Initiator z.B: eine Immobilie in Australien und bietet diese als alternatives Investment in  einem geschlossenen Fonds an, dann wird diese Immobilie i.d.R. auch mit australischen Dollar bezahlt. Der Investor tauscht seine Euro also in australische Dollar (AUD) und bekommt je nach Kalkulation auch australische Dollar zurück. 

    Nun kommt es auf den Wechselkurs zwischen AUD und Euro an, wie erfolgreich das Investment für den Geldanleger wirklich wird. Verschlechtert sich das Kursverhältnis zu Ungunsten des EURO,  bekommt man als Geldanleger zwar die 7% in AUD, aber umgerechnet in EURO können es durchaus weniger sein. Umgekehrt gibt es aber auch die Währungschance. Verbessert sich das Kursverhältnis, kann die Ausschüttung in EURO durchaus höher als 7% ausfallen.

    Um die allgemeinen Risiken der alternativen Investments und geschlossenen Fonds zu minimieren, hat der Gesetzgeber eine gesetzliche Grundlage geschaffen und Kontrollen eingeführt, um Mindeststandards für alle geschlossenen Fonds zu bilden.

  • Gesetzliche Regulierung

    Der geschlossene Fonds als alternatives Investment

    Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird man Unternehmer, oder genauer Mitgesellschafter und Mitunternehmer. Das Geld der anderen Anteilseigner am gemeinsamen Fonds wird gesammelt und sobald die benötigte Summe für das Investment zusammen gekommen ist, wird der Fonds geschlossen. Es werden keine weiteren Gesellschafter mehr mit aufgenommen. Daher rührt auch der Name dieser alternativen Investments. Diese geschlossenen Fonds werden seit 2013 nur noch in der Form der Kommanditgesellschaft (KG) zugelassen. 

    KG - (nach KAGB - „geschlossene Investmentkommanditgesellschaft“)

    Die Kommanditgesellschaft ist die klassische und heute einzige Form des geschlossenen Fonds. Alle Mitgesellschafter sind Kommanditisten und in Höhe ihrer Einlage prozentual am Erfolg und Misserfolg des Fonds beteiligt. Grundsätzlich haftet der Investor nur mit eigenen Einlage. Investiert man also 10.000 €, dann weiß man, dass man man maximal 10.000 € verlieren kann. Die Haftsumme ist begrenzt. 

    Zusätzlich sind zum Gesellschaftsvertrag die Anlagebedingungen schriftlich festzuhalten. So kann er Anleger genau erkennen, wie wann in was investiert werden soll. 

    Bei jedem neuen geschlossenen Fonds gibt es einen Beirat, der die Geschäftsleitung bei der Einhaltung der Anlagebedingungen überwacht.

    Früher gab es weitere Gesellschaftsformen, wie z.B.

    Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)   

    Die GbR kommt als geschlossener Fonds heutzutage eher selten vor. Früher wurde die Form der Beteiligung vor allem gewählt, um steuerliche Verluste für die Anleger zu generieren. Alle Mitgesellschafter sind gleichberechtigt und jeder haftet für jeden mit seinem gesamten Vermögen. Bei dieser Gesellschaftsform in Form eines geschlossenen Fonds, sollte man aus unserer Sicht Abstand nehmen und sein Geld lieber anders anlegen, egal wie gut sich das Investment anhört. 

    OHG

    Die Offene Handelsgesellschaft (OHG) kommt im Bereich der geschlossenen Fonds so gut wie nie vor. Alle Anteilseigner haften ähnlich wie bei der GbR mit ihrem gesamten privaten Vermögen. Die OHG nutzt für den allgemeinen Geschäftsbetrieb aber einige Vorteile.

    GmbH & Co. KG

    Auch hier wird man wie bei einer KG Kommanditist. Aber im Unterschied zur reinen KG, wird man bei der GmbH & Co.KG nur stiller Teilhaber. Man hat keine Mitbestimmungsrechte mehr bzw. können diese im Gesellschaftsvertrag stark beschnitten werden. Grundsätzlich kann die geschäftsführende GmbH viel allein entscheiden. Man muss als Anteilseigner also der Geschäftsführung schon sehr stark vertrauen, da diese viele Befugnisse besitzt, ohne dass die Anteilseigner in ihrem Sinne mit abstimmen können.

    Was wird bei alternativen Investments gesetzlich reguliert?

    Das KAGB dient dem Schutz der Anleger und die Einhaltung der Verbote und Gebote dieses Gesetzes wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin oder Bundesanstalt) überwacht. In diesem Sinne kann die Bundesanstalt von den jeweiligen Wirtschaftsprüfern der AIF’s alle erforderlichen Unterlagen einfordern und im Resultat Anordnungen treffen und Zwangsmaßnahmen einleiten.  

    Jede Investments, die dem KAGB unterliegen, müssen von professionellen Kapitalverwaltungsgesellschaften betreut werden. Diese Verwaltungsgesellschaft ist der BaFin zur Meldung aller relevanter Geschehnisse verpflichtet. Das Management muss ebenfalls auf sachliche und persönliche Fähigkeiten von der BaFin geprüft werden. Jede größere Änderung innerhalb der jeweiligen Kapitalverwaltungsgesellschaft ist meldepflichtig. Das erhöht den Schutz des Anlegers. 

    AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaften für Alternative Investmentfonds unterliegen noch weiteren Regulierungen. So muss die gesamte Vergütung des Managements und aller Mitarbeiter mit Kontrollfunktionen im Vorwege festgelegt werden. Die Vergütung muss mit dem wirksamen Risikomanagement vereinbar und diesem förderlich sein. Das wichtigste in diesem Punkt ist, dass im Vergütungssystem keine Anreize gegeben werden dürfen, größere Risiken einzugehen, als diese, die im Risikoprofil der Kapitalverwaltungsgesellschaft hinterlegt worden sind.

    Pflichten der AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaften
    • Veröffentlichung der Jahresberichte und Lageberichte
    • Prüfung und Bestätigung erfolgt durch einen Wirtschaftsprüfer
    Pflichten der Treuhandgesellschaft (Verwahrstelle)

    Nach § 85 des KAGB muss die Treuhandgesellschaft bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ehrlich, redlich, professionell, unabhängig und im Interesse des inländischen AIF und seiner Anleger handeln.

    • Rücknahme und Ausgabe der Anteile und deren Wertermittlung
    • Übermittlung des Gegenwertes, der für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger getätigten Geschäfte (z.B. Grundbucheintrag bei der Übertragung einer Immobilie an den geschlossenen Immobilienfonds)
    • Verwendung der Erträge nach Vorschriften des Gesetzes und nach den Richtlinien des Gesellschaftsvertrages
    • Überwachung der Zahlungsströme im Sinne der Anleger
    Folgende Geschäfte der AIF Kapitalverwaltungsgesellschaft sind von der Treuhandgesellschaft zustimmungspflichtig:
    • Aufnahme von Überziehungskrediten (mindert das Kreditrisiko für den Anleger)
    • Anlage von Mitteln des geschlossenen Fonds in Bankguthaben bei anderen Banken
    • Verfügungen über Immobilien des Immobilien Sondervermögens des Fonds oder anderer Vermögensgegenstände (so wird ein unerlaubter und nachteiliger Verkauf von Vermögensgegenständen verhindert)
    • Belastung der Vermögensgegenstände und Abtretung von Forderungen, die sich auf diese Vermögensgegenstände beziehen (die Vermögensgegenstände bleiben so unerlaubt lastenfrei)
    Zulässige Vermögensgegenstände für geschlossene Fonds
    • Sachwerte 
    1. Immobilien, einschließlich Wald, Forst und Agrarland
    2. Schiffsaufbauten und Schiffsbestand- und Ersatzteile
    3. Luftfahrzeuge, Luftfahrzeugbestand- und Ersatzteile
    4. Anlagen zur Speicherung und Erzeugung und Transport von Strom, Gas, Wärme aus erneuerbaren Energien
    5. Schienenfahrzeuge, Schienenfahrzeugbestand- und Ersatzteile
    6. Fahrzeuge, die im Rahmen der Elektromobilität genutzt werden
    7. Container
    • Anteile oder Aktien von ÖPP-Projektgesellschaften (Öffentlich-private Partnergesellschaften)
    • Beteiligungen an Unternehmen, die nicht zum Handel an der Börse zugelassen sind (z.B. Private Equity Investments)
    • Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen oder ausländischen alternativen Investmentfonds

    Welche gesetzlichen Anforderungen sollen den geschlossenen Fonds als alternatives Investment sicherer machen und den Geldanleger schützen?

    • das Währungsrisiko darf 30% des Wertes des geschlossenen Fonds nicht übersteigen
    • Vermögensgegenstände wie z.B. Immobilien oder andere Sachwerte müssen bis zu einem Wert von 50 Mio EURO von einem externen Wirtschaftsprüfer und bei über 50 Mio EURO von zwei externen Wirtschaftsprüfern überprüft werden
    • Es darf nur mit nach dem Grundsatz der Risikomischung investiert werden. D.h. mindestens in drei Sachwerte, die einen ungefähr gleichen Wert haben.
    • Die Investition muss nach spätestens 18 Monaten erfolgt sein.
    • Es darf von der Risikomischung abgewichen werden, wenn in z.B. Private Equity Investments investiert wird. Die Mindestzeichnungssumme muss dann 20.000€ betragen.
    • Sollte die Risikomischung nicht eingehalten werden muss in der Anlegerinformation auf das Ausfallrisiko gut sichtbar darauf hingewiesen werden.
    • Kredite dürfen nur bis zu einer Höhe von 60% des Wertes des Vermögensgegenstandes aufgenommen werden und auch nur dann, wenn es wie bei Immobilien oder Flugzeugen marktüblich ist. Jede Kreditaufnahme ist an die BaFin zu melden. Die Kapitalverwahrstelle, also i.d.R. die Treuhandgesellschaft des geschlossenen Fonds muss hier zustimmen.
    • Um die Vermögenswerte vor unbefugter Verfügung zu schützen, ist eine Verfügungsbeschränkung einzutragen. Bei Immobilien wäre es das Grundbuch.
    • Ein Vermögensgegenstand, wie. z.B. eine Immobilie, darf vom geschlossenen Fonds nicht erworben werden, wenn diese sich im Eigentum der Kapitalverwaltungsgesellschaft befindet. Hiermit sollen Interessenkonflikte vermieden werden.